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Was kostet ein komplettes Gebiss mit Implantaten? Alle Optionen im ehrlichen Kostenvergleich

Von der Stegprothese ab 11.200 Euro bis All-on-6 für 44.000 Euro: So finden Sie die passende Versorgung für Ihr Budget.

Das Wichtigste in Kürze

  • check Ein komplettes Gebiss mit Implantaten kostet zwischen 11.000 und 50.000 Euro für beide Kiefer, je nach Versorgungsart und Knochenangebot.
  • check Die Stegprothese beginnt bei 11.200 Euro, festsitzende All-on-4-Brücken starten ab 24.000 Euro für beide Kiefer.
  • check Im Oberkiefer fallen 1.000 bis 2.000 Euro Mehrkosten an, da häufiger ein Knochenaufbau nötig wird.
  • check Die Krankenkasse zahlt bei Zahnlosigkeit einen Festzuschuss von maximal 693 Euro für beide Kiefer.
  • check Eine Zahnzusatzversicherung kann den Eigenanteil auf 8.000 bis 15.000 Euro senken, sofern Sie den Abschluss vor dem Zahnverlust vornehmen.
Was kostet ein komplettes Gebiss mit Implantaten?
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Inhaltsverzeichnis

1. Was kostet ein ganzes Gebiss mit Implantaten?

Wer alle Zähne durch Implantate ersetzen möchte, muss mit Kosten zwischen 11.000 und 50.000 Euro für beide Kiefer rechnen. Die Spanne ist groß, denn sie hängt von der gewählten Versorgungsart, der Anzahl der Implantate und dem individuellen Knochenangebot ab. Drei Konzepte haben sich bei vollständiger Zahnlosigkeit bewährt: die Stegprothese, das All-on-4-Verfahren und die All-on-6-Versorgung.

Die folgende Tabelle zeigt die Kostenspannen für die gängigsten Versorgungsarten. Alle Preise verstehen sich als Richtwerte für Deutschland und beinhalten Implantate, Aufbauteile und den Zahnersatz.

Versorgungsart Pro Kiefer Beide Kiefer
Stegprothese (2 Implantate je Kiefer) 5.600–8.000 EUR 11.200–16.000 EUR
Stegprothese (4 Implantate je Kiefer) 9.500–11.500 EUR 19.000–23.000 EUR
All-on-4 (festsitzend) 12.000–20.000 EUR 24.000–40.000 EUR
All-on-6 (festsitzend) 14.000–22.000 EUR 28.000–44.000 EUR
All-on-8 (festsitzend) 18.500–25.000 EUR 37.000–50.000 EUR

Die günstigste Lösung ist eine Stegprothese auf zwei Implantaten pro Kiefer. Sie kostet für beide Kiefer zwischen 11.200 und 16.000 Euro, ist allerdings herausnehmbar. Wer feste dritte Zähne bevorzugt, liegt mit dem All-on-4-Konzept bei 24.000 bis 40.000 Euro für beide Kiefer. Die Kosten für Zahnimplantate beim kompletten Gebiss steigen weiter, wenn sechs oder acht Implantate pro Kiefer gesetzt werden: All-on-6 kommt auf 28.000 bis 44.000 Euro, All-on-8 auf 37.000 bis 50.000 Euro. Diese Beträge beinhalten noch keinen möglichen Knochenaufbau, der zusätzlich 500 bis 3.000 Euro pro Implantatstelle kosten kann.

Quellen: implantate.info | GZFA

Eine umfassende Übersicht aller Implantat-Kostenfaktoren und Spartipps bietet unser Ratgeber Zahnimplantat Kosten 2026: Was Sie wirklich bezahlen .

2. All-on-4, All-on-6 oder Stegprothese?

Die Kostenunterschiede zwischen den Versorgungsarten sind erheblich. Doch Preis allein reicht nicht als Entscheidungskriterium. Kaustärke, Haltbarkeit und die Frage, ob der Zahnersatz fest im Mund sitzt oder herausgenommen werden muss, bestimmen den Alltag der Patienten über Jahrzehnte.

Stegprothese: die günstige, herausnehmbare Lösung

Die Stegprothese wird auf zwei bis vier Implantaten je Kiefer befestigt und lässt sich zum Reinigen herausnehmen. Sie erreicht etwa 60 bis 70 Prozent der natürlichen Kaustärke und hält in der Regel 10 bis 15 Jahre, bevor der Steg erneuert werden muss. Für Patienten, die eine solide Versorgung zu überschaubaren Kosten suchen, ist sie eine bewährte Option.

All-on-4 und All-on-6: feste Zähne an einem Tag

Beim All-on-4-Konzept tragen vier Implantate pro Kiefer eine festsitzende Brücke. Das Ergebnis kommt echten Zähnen sehr nah: Die Kaustärke liegt bei 90 bis 100 Prozent, und die Keramikbrücke hält 15 bis 20 Jahre. Das All-on-6-Verfahren nutzt sechs statt vier Implantate und bietet dadurch eine noch gleichmäßigere Lastverteilung, besonders im Oberkiefer. Die All-on-4-Kosten in Deutschland beginnen bei etwa 12.000 Euro pro Kiefer, während All-on-6 ab rund 14.000 Euro pro Kiefer startet.

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen.

Kriterium Stegprothese All-on-4 All-on-6
Sitz herausnehmbar festsitzend festsitzend
Implantate je Kiefer 2–4 4 6
Kaustärke 60–70 % 90–100 % 90–100 %
Haltbarkeit Zahnersatz 10–15 Jahre 15–20 Jahre 15–20 Jahre
Kosten pro Kiefer 5.600–11.500 EUR 12.000–20.000 EUR 14.000–22.000 EUR

Für festsitzenden Zahnersatz empfehlen viele Implantologen das All-on-4-Verfahren als Einstieg, da es mit weniger Implantaten auskommt und dadurch günstiger ausfällt. Wer im Oberkiefer mehr Stabilität wünscht oder bereits Knochenverlust hat, profitiert oft von sechs Implantaten. Lassen Sie sich einen individuellen Heil- und Kostenplan erstellen, um die Optionen für Ihre Situation zu vergleichen.

Quellen: implantate.info

Detaillierte Informationen speziell zum All-on-4-Konzept - Kosten, Ablauf und Vergleich mit All-on-6 - finden Sie in unserem Ratgeber All-on-4 Kosten: Was die Behandlung wirklich kostet .

3. Oberkiefer vs. Unterkiefer: Kostenunterschiede

Bei der Wahl zwischen All-on-4 und All-on-6 spielt auch der Kiefer eine Rolle, denn der Oberkiefer ist in der Regel 1.000 bis 2.000 Euro teurer als der Unterkiefer. Der Grund liegt in der Knochenstruktur: Im Oberkiefer ist der Knochen weicher und baut sich nach Zahnverlust schneller ab. Häufig reicht das vorhandene Knochenangebot nicht aus, sodass ein Sinuslift nötig wird, also eine Anhebung des Kieferhöhlenbodens.

Konkret zeigt sich der Unterschied bei den All-on-4-Kosten für Ober- und Unterkiefer: Im Oberkiefer liegen die Kosten bei 12.500 bis 20.000 Euro, im Unterkiefer bei 11.000 bis 18.000 Euro. Ein Sinuslift schlägt zusätzlich mit 1.000 bis 3.500 Euro pro Seite zu Buche. Dazu kommt eine längere Einheilzeit im Oberkiefer: Implantate brauchen dort häufig vier bis sechs Monate, im Unterkiefer reichen oft drei bis vier Monate.

Für die Planung einer Vollversorgung in beiden Kiefern bedeutet das: Kalkulieren Sie den Oberkiefer mit einem Aufschlag ein und klären Sie frühzeitig per 3D-Diagnostik, ob ein Knochenaufbau nötig ist. So vermeiden Sie überraschende Zusatzkosten während der Behandlung.

Quellen: GZFA | implantate.info

4. Was zahlt die Krankenkasse bei Zahnlosigkeit?

Bei Gesamtkosten von 24.000 bis 40.000 Euro für ein All-on-4-Gebiss stellt sich die Frage, wie viel die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt. Die ernüchternde Antwort: Die GKV zahlt keinen Cent für die Implantat-Einpflanzung selbst. Implantation, Knochenaufbau und Sinuslift gelten als Privatleistung. Was die Kasse leistet, ist ein Festzuschuss für den Zahnersatz auf dem Implantat.

Für zahnlose Patienten greift die Befundklasse 4. Die Höhe des Festzuschusses hängt davon ab, wie lange das Bonusheft lückenlos geführt wurde.

Bonusheft Oberkiefer Unterkiefer
Ohne Bonus (60 %) 257,93 EUR 275,49 EUR
5 Jahre (70 %) 309,52 EUR 330,59 EUR
10 Jahre (75 %) 335,31 EUR 358,14 EUR
Härtefall (100 %) 515,86 EUR 550,98 EUR

Bei einem lückenlos geführten Bonusheft über zehn Jahre erhalten Sie für beide Kiefer zusammen 693,45 Euro. Im Härtefall, etwa bei geringem Einkommen, verdoppelt sich der Zuschuss auf rund 1.066 Euro. Das klingt zunächst nach einer Entlastung, deckt aber nur einen Bruchteil der Gesamtkosten. Bei einer All-on-4-Versorgung für 34.000 Euro bleiben nach Abzug des GKV-Zuschusses noch über 33.300 Euro als Eigenanteil.

Das Bonusheft lohnt sich trotzdem: Fünf Jahre regelmäßige Zahnarztbesuche erhöhen den Zuschuss um 10 Prozent, zehn Jahre um 15 Prozent. Wer noch kein Bonusheft führt, sollte jetzt damit beginnen, um bei einer späteren Versorgung den höheren Zuschuss zu erhalten.

Quellen: KZBV | AGZ-RNK

Kosten und Erstattungsoptionen für ein einzelnes Implantat - als Alternative zur Vollversorgung - erklärt unser Ratgeber Was kostet ein Einzelzahnimplantat? .

5. Eigenanteil senken mit Zahnzusatzversicherung

Ein Eigenanteil von über 33.000 Euro überfordert die meisten Haushalte. Eine Zahnzusatzversicherung kann diesen Betrag deutlich reduzieren, wenn sie rechtzeitig abgeschlossen wird. Tarife mit 100 Prozent Erstattung für Implantate und Knochenaufbau übernehmen den Großteil der Kosten, allerdings nicht sofort in voller Höhe.

Rechenbeispiel: All-on-4 für beide Kiefer

Die folgende Rechnung zeigt, wie sich der Eigenanteil mit einer Zahnzusatzversicherung verändert.

  • Gesamtkosten: 34.000 EUR (All-on-4, beide Kiefer)
  • GKV-Zuschuss (5-Jahres-Bonus): 640,11 EUR (OK 309,52 + UK 330,59 EUR)
  • Eigenanteil ohne ZZV: 33.359,89 EUR
  • Mit ZZV (z. B. Allianz Mein Zahnschutz 100): ca. 25.000 EUR Erstattung bei geschickter Aufteilung auf Jahre 3 und 4
  • Eigenanteil mit ZZV: ca. 8.000–15.000 EUR

Der Schlüssel liegt in der sogenannten Staffellogik: Hochwertige Tarife begrenzen die Erstattung in den ersten Jahren. Bei der Allianz Mein Zahnschutz 100 liegt das Maximum im ersten Jahr bei 1.000 Euro, im zweiten bei 2.500 Euro, im dritten bei 4.000 Euro. Ab dem vierten Versicherungsjahr entfällt die Begrenzung vollständig. Wer die Behandlung geschickt plant und den ersten Kiefer im dritten Jahr behandeln lässt, den zweiten ab dem vierten Jahr, kann die maximale Erstattung nutzen.

Voraussetzung: Versicherung vor Zahnverlust abschließen

Bereits zahnlose Patienten oder Patienten mit laufender Behandlung können keine Zahnzusatzversicherung mehr abschließen. Die meisten Tarife lehnen Antragsteller ab, wenn mehr als ein Zahn fehlt und nicht ersetzt wurde. Wer bereits mehrere Zähne verloren hat, sollte sich über alternative Finanzierungswege wie Ratenzahlung informieren. Für alle anderen gilt: Je früher der Abschluss, desto mehr Erstattung steht im Ernstfall zur Verfügung. Monatliche Beiträge für Tarife mit 100 Prozent Implantat-Erstattung liegen je nach Alter zwischen rund 42 und 57 Euro.

Quellen: KZBV

Alle Finanzierungsoptionen für Zahnimplantate - von Ratenzahlung bis Zahnzusatzversicherung - fasst unser Ratgeber Zahnimplantat finanzieren: alle Optionen im Überblick zusammen.

6. Fazit: Komplettversorgung braucht gute Planung

Ein komplettes Gebiss mit Implantaten kostet zwischen 11.000 und 50.000 Euro für beide Kiefer. Die Spanne zeigt: Wer die richtige Versorgungsart wählt und die Finanzierung vorausschauend plant, kann den Eigenanteil erheblich senken.

Drei Hebel stehen Ihnen dafür zur Verfügung. Erstens: Wählen Sie die Versorgungsart passend zu Ihrem Budget und Ihren Ansprüchen. Eine Stegprothese auf zwei Implantaten pro Kiefer beginnt bei rund 11.200 Euro, festsitzende Lösungen ab 24.000 Euro. Zweitens: Nutzen Sie den GKV-Bonus. Ein lückenlos geführtes Bonusheft über zehn Jahre bringt bis zu 693 Euro Zuschuss für beide Kiefer. Drittens: Schließen Sie eine Zahnzusatzversicherung ab, solange die Zähne noch vorhanden sind. So lässt sich der Eigenanteil auf 8.000 bis 15.000 Euro reduzieren.

Lassen Sie sich einen detaillierten Heil- und Kostenplan erstellen und vergleichen Sie die Erstattung verschiedener Tarife, bevor Sie sich für eine Behandlung entscheiden.

7. Häufige Fragen

Für beide Kiefer liegen die Kosten je nach Versorgungsart zwischen 11.000 und 50.000 Euro. Eine herausnehmbare Stegprothese auf zwei Implantaten pro Kiefer beginnt bei rund 11.200 Euro, eine festsitzende All-on-4-Versorgung bei etwa 24.000 Euro.

Die große Spanne ergibt sich aus der Anzahl der Implantate, dem verwendeten Material und einem möglichen Knochenaufbau. Im Oberkiefer fallen die Kosten in der Regel 1.000 bis 2.000 Euro höher aus als im Unterkiefer, da der Knochen dort weicher ist und häufiger ein Sinuslift nötig wird.

Lassen Sie sich einen individuellen Heil- und Kostenplan erstellen, um die Kosten für Ihre persönliche Situation genau einschätzen zu können.

Je nach Versorgungsart werden pro Kiefer zwei bis acht Implantate gesetzt. Für eine herausnehmbare Stegprothese genügen zwei bis vier Implantate, für eine festsitzende All-on-4-Brücke vier und für eine All-on-6-Versorgung sechs Implantate pro Kiefer.

Mehr Implantate bedeuten eine gleichmäßigere Lastverteilung und häufig eine längere Haltbarkeit. Gleichzeitig steigen die Kosten pro Implantat um 1.900 bis 3.500 Euro inklusive Aufbauteil. Die optimale Anzahl hängt von der Knochenqualität und der gewünschten Versorgungsart ab.

Besprechen Sie mit Ihrem Implantologen, welche Variante für Ihren Kiefer geeignet ist, und lassen Sie die Knochenstruktur per 3D-Diagnostik prüfen.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nicht die Kosten für die Implantation selbst. Sie zahlt lediglich einen Festzuschuss für den Zahnersatz auf dem Implantat, der bei zahnlosen Patienten zwischen 257 und 358 Euro pro Kiefer liegt.

Mit einem lückenlos geführten Bonusheft über zehn Jahre erhalten Sie für beide Kiefer zusammen 693,45 Euro. Im Härtefall verdoppelt sich dieser Betrag auf rund 1.066 Euro. Bei Gesamtkosten von 24.000 bis 40.000 Euro deckt der Zuschuss nur einen kleinen Teil.

Führen Sie Ihr Bonusheft konsequent, um den maximalen Zuschuss zu sichern, und prüfen Sie ergänzend eine Zahnzusatzversicherung.

All-on-4 ist deutlich günstiger als eine Versorgung mit Einzelimplantaten. Für beide Kiefer kostet All-on-4 zwischen 24.000 und 40.000 Euro, während Einzelimplantate für ein komplettes Gebiss bei 1.900 bis 3.500 Euro pro Implantat schnell auf 50.000 Euro und mehr kommen.

Beim All-on-4-Konzept tragen nur vier Implantate pro Kiefer eine vollständige Brücke. Das spart Material, verkürzt die Behandlungszeit und reduziert die Anzahl chirurgischer Eingriffe. Die Kaustärke liegt mit 90 bis 100 Prozent nahe an der natürlicher Zähne.

Fragen Sie Ihren Zahnarzt, ob All-on-4 für Ihre Kiefersituation in Frage kommt, besonders wenn das Budget begrenzt ist.

Das hängt von der Anzahl der fehlenden Zähne ab. Die meisten hochwertigen Tarife lehnen Antragsteller ab, wenn mehr als ein Zahn fehlt und nicht durch Zahnersatz ersetzt wurde. Bereits zahnlose Patienten oder Patienten mit laufender Behandlung erhalten keinen Versicherungsschutz mehr.

Einige Tarife, wie die Württembergische ZahnSchutz Premium 100, akzeptieren bis zu zwei fehlende Zähne. Die Bedingungen variieren jedoch stark zwischen den Anbietern. Zudem schließen fast alle Tarife laufende oder bereits angeratene Behandlungen aus.

Schließen Sie eine Zahnzusatzversicherung ab, solange Ihre Zähne noch vollständig sind. So sichern Sie sich die beste Erstattung für den Ernstfall.

Implantate selbst halten bei guter Pflege 15 bis 30 Jahre, in vielen Fällen sogar ein Leben lang. Der darauf befestigte Zahnersatz hat eine kürzere Lebensdauer: Eine Keramikbrücke beim All-on-4-Verfahren hält 15 bis 20 Jahre, ein Steg bei der Stegprothese 10 bis 15 Jahre.

Die Haltbarkeit hängt von der Mundhygiene, regelmäßigen Kontrollbesuchen und dem Verzicht auf Risikofaktoren wie Rauchen ab. Auch die Qualität der verwendeten Materialien und die Erfahrung des Implantologen beeinflussen die Lebensdauer.

Planen Sie halbjährliche Kontrolltermine ein und lassen Sie die Implantate professionell reinigen, um die maximale Lebensdauer zu erreichen.

Aus funktionaler Sicht bieten Implantate klare Vorteile gegenüber einer herkömmlichen Vollprothese. Eine festsitzende Versorgung wie All-on-4 erreicht 90 bis 100 Prozent der natürlichen Kaustärke. Eine klassische Vollprothese liegt deutlich darunter und kann im Alltag verrutschen.

Der Nachteil sind die höheren Kosten: Eine implantatgestützte Versorgung beginnt bei rund 11.200 Euro für beide Kiefer, während eine einfache Vollprothese als Kassenleistung weitgehend von der GKV übernommen wird. Die Investition zahlt sich jedoch durch bessere Lebensqualität, stabilen Halt und den Erhalt des Kieferknochens aus.

Vergleichen Sie beide Optionen im Gespräch mit Ihrem Zahnarzt und lassen Sie sich die langfristigen Vor- und Nachteile erklären.

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